Nautilus International warnt nach Huthi-Angriff vor Fahrten durch Rotes Meer

(Bild: Ivan Marc / shutterstock.com)

Huthi-Angriffe bedrohen Schifffahrt im Roten Meer. Angriffe fordern erste Todesopfer unter Seeleuten. Gewerkschaft fordert Umdenken der Reeder.

Die USA und Großbritannien können die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer nicht garantieren. Die jüngsten Angriffe der Huthi-Milizen auf Frachtschiffe deuten darauf hin, dass der Handel auf dieser Route für längere Zeit zum Erliegen kommen könnte.

Nautilus International schlägt Alarm: Reeder zur Vorsicht aufgerufen

Die Gewerkschaft Nautilus International, die mehr als 20.000 Seeleute vertritt, hat nun die Reeder aufgefordert, ihre Fahrten durch das Rote Meer zu überdenken. Zuvor waren bei einem Überfall auf den Massengutfrachter True Confidence drei Seeleute getötet und mindestens zwei weitere verletzt worden. Es sind die ersten Todesfälle unter Besatzungsmitgliedern seit Beginn der Huthi-Angriffe.

Dieser Vorfall folgt dem kürzlichen Untergang eines anderen Schiffes und wirft Fragen über die Risikobereitschaft der Reeder auf, die Sicherheit ihrer Besatzungen und ihrer Ladung zu gewährleisten. Viele Handelsschiffe umfahren bereits das Kap der Guten Hoffnung in Afrika, um der Gewalt in der Region zu entgehen.

Eskalation der Huthi-Angriffe: Ein geopolitisches Pulverfass

Die vom Iran unterstützten Huthis eskalierten im November ihre Angriffe, um den vermeintlichen Völkermord an den Palästinensern zu stoppen. Sie weiteten ihre Angriffe aus, nachdem das US-amerikanische und britische Militär versucht hatten, die Schifffahrtswege mit Gewalt und Bomben auf den Jemen offenzuhalten.

Die 20-köpfige Besatzung der True Confidence musste das Schiff nach dem Angriff verlassen und wurde von einem indischen Marineschiff nach Dschibuti gebracht. Der havarierte Frachter, der Stahlprodukte geladen hatte, trieb während der Bergungsarbeiten weit vom Festland entfernt.

Das Schicksal der Rubymar: Ein sinkendes Schiff und seine Folgen

Letzten Monat verließ auch die Besatzung der Rubymar nach einem Angriff der Huthis das Schiff. Es war das erste Schiff, das gesunken ist, seit die Kämpfer ihre Angriffe intensiviert haben. Das Schiff hatte Düngemittel und Treibstoff geladen.

Der Angriff auf die Rubymar hatte noch weitere Folgen: Der Anker des Frachters beschädigte vermutlich drei Unterseekabel im Roten Meer. "Es wird allgemein angenommen, dass die Rubymar einen Anker fallen ließ, als sie beschossen wurde, und dadurch die Kabel in der Nähe beschädigte", sagte Ryan Wopschall vom International Cable Protection Committee gegenüber Bloomberg.

Das 172 Meter lange Schiff wurde im Februar angegriffen. Die Besatzung ging von Bord, nachdem sie einen der Anker geworfen hatte. Fast zwei Wochen lang trieb das Schiff in einem Gebiet des Roten Meeres, in dem viele Unterseekabel verlegt sind. Wenige Tage nach dem Angriff mit ballistischen Raketen wurden die betroffenen Kabel als beschädigt gemeldet.

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