Woran könnte man das denn erkennen?
Bin mir nicht sicher ob die Frage ernstgemeint ist, aber nun gut. Wenn man CO2 und Temperatur auf der gleichen Zeitskala plottet sieht man das die CO2-Konzentration zeitlich der Temperatur folgt und nicht umgekehrt. D.h. im zeitlichen Verlauf steigt/sinkt ZUERST die Temperatur und DANACH CO2. Da die Gegenwart die Zukunft beeinflusst und nicht umgekehrt ist damit der Beweis erbracht dass die Kausalitaet im untersuchten Zeitraum nur "Temperatur beeinflusst CO2" sein kann (wenn die Ereignisse kausal zusammenhaengen).
Zur Sache: Beides ist möglich, passiert jetzt ja auch teilweise und steht im direkten Zusammenhang.
Zuerst erhöhte sich die CO2-Konzentration und es wurde wärmer.
Wärmere Meere können nicht so viel CO2 aufnehmen, was die CO2-Konzentration weiter ansteigen lässt. Permafrostbäden setzen vertärkt Methan frei, was in der Atmosphäre zu CO2 und Wasser reduziert wird und es wird noch wärmer.
In der Vergangenheit verlief die Korrelation ueberwiegend in der Richtung Temperatur -> Co2 und nicht umgekehrt. Die Bohrkerndaten zeigen auch, dass sich die CO2-Konzentration immer wieder eingefangen hat, selbst als sie noch viel hoeher war als heute. Soll heissen, selbst positive Rueckopplungen die bei hoeherer Temperatur bewirken dass noch mehr CO2 freigesetzt wird konnten nicht verhindern dass das CO2 nach einer Zeit wieder zu sinken begann.
Dazu einfach die Bohrkerndaten plotten.