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Avatar von observer3
  • observer3

mehr als 1000 Beiträge seit 31.12.2005

Ergebnis einer realitätsleugnenden Ankündigungspolitik.

Eine Industrienation "klimaneutral" ganz ohne Netto-CO2-Emissionen?
Das geht schlicht und einfach nicht.
Dennoch wurde es angekündigt, sogar mit zugehörigem Zeitplan.

Der einzige "Ausweg" aus dieser Situation ist es nun, sich selbst zu belügen.
Die Emissionen z.B. bei der Produktion der Autobatterien und der Förderung der nötigen Rohstoffe werden anderen Ländern angerechnet.
Bei Dunkelflaute kauft(e) man Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus osteuropäischen Ländern.
Das böse Putingas, das nur etwa die Hälfte der Emissionen wie Kohle verursacht, will man nicht haben.
...
Nun, nachdem man merkt, dass es alles nicht klappt, erklärt man von höchster EU-Stelle einfach Atomkraft und Gas für "nachhaltig" und "grün".
Man muss wirklich froh sein, dass solch ein Etikettenschwindel unserer "Klimaretter" nicht bereits früher üblich war. Die hätten doch glatt auch die FCKW für "nachhaltig" und "grün" erklärt.

Es steht zu befürchten, dass die EU-"Taxonomie" auch darüber entscheidet, welche Produzenten mit reichen EU-Fördermitteln rechnen können.
Zahlen muss dann der deutsche Michel, als Netto-Zahler der EU. Er zahlt ja ohnehin schon:
- Für die Förderung der Erneuerbaren zu Hause.
- Für die teuren Stromimporte aus dem Ausland, wegen Abschaltung von heimischer Grundlast.
- Entschädigungszahlungen für verloren gegangene Gewinne für Kernkraftbetreiber sowie auch Betreiber von Kohlekraftwerken.
- Nun auch noch für den Bau neuer Kernkraftwerke in EU-Ländern.

Der Strompreis für Privathaushalte betrug letztes Jahr in Polen ca. 16 Euro-Cent die kwh. Das vergleiche mal jeder mit seiner Stromrechnung.
Herr Scholz sprach davon, wir müssten es anderen vormachen, wie es geht mit der Energiewende. Sonst würde es ja keiner machen. Ich fürchte, es wird sehr schwer werden, andere Länder von solchem "deutschen Weg" zu überzeugen.

Das ganze Theater ist einfach nur lächerlich. Warum setzt man sich nicht vernünftig erreichbare Ziele, wie z.B. die Reduzierung der CO2-Emissionen auf 50%. Dies wäre mit vertretbaren Mitteln erreichbar. Da m.W, ca. die Häfte der anthropogenen CO2-Emissionen von den natürlichen Senken aufgenommen wird, könnte man so zumindest einen weiteren Anstieg des CO2 in der Atmosphäre stoppen, wenn alle Länder mitmachen.

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