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  • teutolith

mehr als 1000 Beiträge seit 25.03.2014

Re: Was war es denn deiner Meinung nach bisher?

hdwinkel schrieb am 08.08.2024 07:31:

Auf ukrainisch-westlicher Seite war es bisher der 'heroische Abwehrkampf' gegen einen Aggressor, dem man aus 'Sorge um die eigene Bevölkerung' keinen Quadratmeter Boden überlassen dürfe.
Und nun wird man selbst zum Landräuber, zerstört die dortige Infrastruktur und bringt dort Menschen um.

Der 'heroische Abwehrkampf', in Anführungszeichen!? Jetzt habe ich aber endgültig genug davon, wie du hier seit Monaten Tag für Tag 24/7 die Ukrainer und ihren Kampf um die Existenz ihres Staates und ihre Freiheit verleumdest.

Eigentlich hatte ich mich hier “für immer” abgemeldet und wollte erst wieder schreiben, wenn die Ukrainer gesiegt haben werden. Aber deine Beiträge kann ich einfach nicht länger ertragen, ohne dir endlich meine Meinung dazu zu sagen. Mal sehen, ob die Moderatoren sich wieder auf mich einschießen und alles löschen, was ich schreibe, dann bin ich eben wieder weg.

Normale Argumente prallen an dir ab, im nächsten Beitrag schreibst du einfach wieder dasselbe. Deshalb bringe ich dir mal ein extremes Beispiel für das, was du hier tust, und ich will, daß du verstehst, daß das keine Gleichsetzung ist, sondern ein besonders krasses Gleichnis dafür, wie verdreht es in deinem Kopf zugehen muß. Hier ist es: Im April 1943 erhoben sich die Juden im Warschauer Ghetto gegen ihre Deportation in deutsche Vernichtungslager. Der Art nach, wie du hier immer und immer wieder argumentierst, war das nicht heroisch, sondern “heroisch”, die Aufständischen wendeten Gewalt an und waren damit keinen Deut besser als die SS. Ich bin gespannt, wie du darauf antwortest.

Es muß doch möglich sein, dir verständlich zu machen, daß du dich verrannt hast, daß es in einem Krieg wie diesem einen ganz grundlegenden Unterschied zwischen dem Aggressor und dem Verteidiger gibt. Dieser Unterschied muß die Basis für jeden weiterführenden Gedanken sein, sonst macht man sich wie du mit dem Aggressor gemein und fällt dem Opfer in den Rücken. Doch, genau das tust du. Es gibt auch auf internationaler Ebene ein Recht auf Notwehr und Nothilfe. Wie im Privatrecht sind die gerechtfertigt und werden nicht bestraft. Mehr noch, im Privatrecht wird man, wenn man nicht eingreift, obwohl man es könnte, wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft. Es wird von jedem erwartet, das Nötige zu tun, und ja, dazu gehört gegebenenfalls auch die Anwendung von Gewalt. Das hat einen einfachen Grund: Es gibt im wahren Leben Situationen, in denen man die Gewalt eines Aggressors nur mit Gegengewalt beenden kann.

Wenn es nach dir ginge, dürfte man sich gegen Gewalt nicht wehren, niemand dürfte eingreifen, um Opfern von Gewalt zu helfen. Es gäbe keine Polizei und schon gar kein staatliches Gewaltmonopol. Wer Gewalt anwendet, selbst als Ordnungshüter, wäre automatisch ein Krimineller. Oder kurz gesagt: Du willst, ob es dir nun bewußt ist oder nicht, die uneingeschränkte, unkontrollierte Schreckensherrschaft der Brutalsten und Skrupellosesten. Denn darauf läuft es hinaus, wenn sich niemand jemals mit Gegengewalt zur Wehr setzen kann und darf.

Die Ukrainer haben jedes Recht, nicht nur ethisch-moralisch, sondern auch ganz offiziell nach dem Völkerrecht, alles zu tun, was sie vor dem Schicksal bewahrt, das ihnen der erklärte Völkermörder im Kreml zugedacht hat. Das macht sie nicht zu seinesgleichen. Die Ukrainer sind nicht in Kursk, um "Land zu rauben", sondern um die Russen zu zwingen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen. Wenn der Westen ihnen die Hände auf den Rücken bindet, müssen sie eben bis zu den Startplätzen der Bomber, Raketen und Cruise Missiles vorrücken und die vor Ort zerstören. Die Ukrainer kämpfen einen heldenhaften Kampf gegen einen ungleich stärkeren Aggressor. Hör endlich damit auf, sie hier ununterbrochen übelst in den Dreck zu ziehen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.08.2024 09:32).

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