So, wie sich die deutsche Gesellschaft darstellt, so wurde sie von außen und innen doch " geschnitzt ". Wofür war und sollte denn die Erinnerungskultur gut sein? Weshalb gibt es denn diese Monsterbürokratie? Weshalb ist das Beschaffungsamt eine Verhinderungsmaschinerie? Warum kamen Personen wie Vad, Kujat und wahrscheinlich auch Zorn in diesem Staat und dieser Armee zu höchsten Ehren? Warum wurde denn eine Willkommenskultur gepflegt und Patriotismus mit Verrat an der Verfassung gleichgesetzt? Weil der Satz " Nie wieder ... ", nur eine Ergänzung erlaubt: Deutschland !! Hier im Forum gerne 'Schland genannt. Warum brauchen wir einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit 'Bildungs'auftrag? UM KRIEGSUNFÄHIG ZU WERDEN !!
Noch eine Bemerkung bevor ich mich dem Artikel von Herrn Pany zuwende. Wo fühlt man sich wohl und aufgehoben? Wo verortet man seine Heimat? Dort, wo man 'verstanden' wird. Das hat grundsätzlich etwas mit unserer Sprache zu tun. Unsere Sprache, das Deutsche, wird im Moment aktiv von vielen Aktivisten der 'Nie wieder ...' Bewegung so manipuliert, dass bestimmte Gedankenengänge nicht mehr ausdrückbar scheinen. Sind sie natürlich trotzdem, aber ... .
Der Artikel von Herrn Pany hält Distanz zum Thema und kommentiert sehr zurückhaltend, was ursprünglich in der NZZ erschien. Er bleibt auf doppelter Distanz, sozusagen. Die Zitate von Sönke Neitzel und Frau Deitelhoff wirken im Text von Herrn Pany pointierter, als im Text von Herrn Seliger, der sich ja eher auf der Seite der 'Ertüchtiger' sehen wird, als Herr Pany.
Ein riesiger Vorteil der Behandlung des Themas in der Telepolis ist, dass man es hier kommentieren kann, in der NZZ hingegen nicht.
Müssen wir also wieder kriegsfähig werden? Wir, die sich als Bürger dieses Landes verstehen? Ich denke, NEIN! Die Zeiten, in den Deutschland auf der Weltbühne mitspielen hätte können, sind seit fast einem Jahrhundert vorbei. Die Generation der Täter, Mittäter und Dulder hätte halt mit den Juden nicht so umgehen dürfen, wie sie es getan haben und hätte sich selbst nicht über alle anderen Menschen in Europa stellen dürfen, mit der angemaßten Lizenz zum Töten.
Wir, die wir uns als Mitglieder des Staatsvolkes der Bundesrepublik Deutschland verstehen und es sind, würden unser Territorium und die darin befindlichen Menschen, die sich als Mitglieder des Staatsvolkes verstehen, nicht unbedingt auch sind, sicherlich vor Schaden bewahren wollen, auch vor Schaden, der uns mit Waffengewalt zugefügt werden soll. Aber Deutschland wird eben nicht am Dnjepr verteidigt.
Europa schon!
Deutschland ist nichts auf der Weltbühne. Europa wäre ein sehr ernstzunehmendes Mitglied der Weltgemeinschaft, wenn die von uns gewählten Politiker sich nur dazu durchringen würden. Wir haben die Institutionen und funktionierende Strukturen. Es braucht nur wenig, und die europäische Willensbildung könnte in Parlament, Rat und Kommission stattfinden und von europäischen Organisationen in die Tat umgesetzt werden. Eine dieser Organisationen müsste eine sein, die friedenschaffende und friedenserzwingende Maßnahmen innerhalb Europas, an seine Außengrenzen und in seiner Nachbarschaft durchführen kann. Sie müsste Gewalt unterbinden und Gewaltbereitschaft unterdrücken können. Die dort beschäftigten Menschen müssten als Organisation alles zur Verfügung haben, anwenden können und gewillt sein anzuwenden, das benötigt wird um menschliche Konflikte auf persönlicher wie zwischenstaatlicher Ebene gewaltfrei zu halten und dafür sorgen können, dass Konflikte vor europäischen Gerichten entschieden werden und die Schiedsprüche in die Tat umgesetzt.
Krieg bedeutet Waffengewalt anzuwenden, um auch dem Unrecht Geltung zu verschaffen, wenn es der kriegswilligen Partei nützt. Solche Art von Gewaltanwendung muss eine solche Organisation fähig sein, auf allen Ebenen der Eskalation zu beenden.
Auf territorialer Ebene müssen wir Schaden vorbeugen, verhindern und abwenden können, auch mit Waffengewalt. Auf globaler Ebene müssen wir fähig sein, Situationen zu garantieren und, wenn nötig, zu schaffen, in denen Konflikte im Inneren und an den Grenzen unseres Unionsgebietes friedlich geklärt werden können. Jeder Gewaltanwendung gegen uns muss zum Scheitern verurteilt sein.
Wir müssen nicht Kriege führen können, wir müssen Kriege beenden können, auch im Anfangsstadium. Egal wie, auch mit Waffen. Es ist nur eine Frage des Mindset, bedeutet aber gerüstet sein wie die Finnen und bereit sein wie die Finnen. Teuer wird es allemal. 1% für Territorialverteidigung und Dienstpflicht für Männer und Frauen, egal welches Geschlecht. 1% für Frieden garantierende Organisation und 1% für Doomsday Waffen, damit uns alle glauben, dass wir zwar Humor haben, tolerant sind, aber nicht mit uns spaßen lassen.
"Frieden, sonst knallts !!"
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.11.2023 22:10).