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Avatar von exkoelner
  • exkoelner

mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

Tja, das frage man mal die Polen ...

Die haben das ja schon mal ausprobiert, wohl eher unfreiwillig.

"Nach der dritten Teilung Polens 1795 durch Preußen, Russland und Österreich verschwand Polen als Staat für 123 Jahre von der politischen Landkarte Europas."

Kaum haben o.g. Staaten sich 1918 aufgelöst und massiv verändert, hatten die Polen nichts besseres zu tun, als sofort wieder eine Nation zu bilden ... und 21 Jahre später war se wieder weg, diesmal hat es aber nur 6 Jahre gedauert.

Wie bei allen osteuropäischen ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes, kann man verstehen, das diese nach nur 30 Jahren eigener Souveränität, die nicht mal eben kurz wegen irgend einem Gefasel wieder aufgeben wollen. Und ganz sicher nicht die Polen.

Dabei hat gerade dieses Volk ja nun alles hinter sich, was man als Nationalist nicht so gerne mag. 1795 haben sich die Nachbarn das genommen, was ihnen gefiel und jetzt lebten die Polen in 3 Staaten. Dann ne kurze Zeit wieder in nem eigenen Staat, und dann wurde WK2 bedingt das Staatsgebiet mal eben 150 Km nach links verschoben.

Also die Polen können aus eigener Erfahrung berichten, wie sie damit lebten, was die Vorteile und was die Nachteile eines eigenen, klar definierten Staatsgebietes sind. Und ich bin davon überzeugt, das die Polen garantiert nicht die nächsten 100 Jahre sich von einem eigenen Staatsgebiet verabschieden werden. Was passieren kann, erleben gerade die Ost-Ukrainer. Da verbietet ihnen die Zentralregierung in Kiew eben mal kurz ihre Muttersprache russisch - ich glaube auf son Mist hat kein Osteuropäer Bock.

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