Man kann sich hier ja nur schwer ein Bild machen: werden Uiguren tatsächlich unterdrückt, oder werden sie vom Westen instrumentalisiert, um dort Unruhe zu stiften? Dieser Artikel widerspricht der Mainstreamversion diametral und dieser müsste jetzt reagieren. Tut er aber wohl nicht.
Hauptzeuge war bisher tatsächlich ein Adrian Zenz, ein religiöser Fanatiker, der die Idee hatte, öffentliche Ausschreibungen zu untersuchen und daraus zu schließen, wieviele "Gefängnisse" gebaut werden. Ein wohlfeiles Verfahren, denn Ausschreibungen verschwinden irgendwann und er machte sich nicht die Mühe, das durch Screenshots zu erhärten. Da kann eigentlich jeder alles behaupten und Zenz tat das. War schon sehr verwunderlich, dass die Presse das als "Beweis" akzeptierte.
Die Ein-Kind-Politik gilt in China nur für Han-Chinesen, Minderheiten wie den Uiguren waren zwei Kinder erlaubt. Aber - Inch Allah - hatten die im Schnitt eben vier. Mehr als verständlich, dass die Regierung das nicht dulden konnte. Bei uns wird daraus ein "Genozid". Was schon deswegen nicht sein kann, weil man dort, wo ein Genozid stattfindet, keine Westler herumreisen lassen kann. Tut man aber laut Artikel.
Dass es in China gewaltige Anschläge von Islamisten gab, wird nicht bestritten. Ob sich China mit der Ausbreitung eines Islamischen Staates konfrontiert sieht und natürlich das Recht hat, dies zu unterbinden, ist im Westen keinen Gedanken wert. Beziehungsweise - vielleicht doch.
Der Spiegel schreibt 2009:
Die chinesische Führung beschuldigt Exil-Uiguren, die Unruhen angezettelt zu haben. Ein namentlich nicht genannter chinesischer Regierungsbeamter hat nach Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua die Uiguren-Organisation "World Uyghur Kongress" (WUC) verantwortlich gemacht. Die Proteste seien unter anderem von der Kongressvorsitzenden Rebiya Kadeer angezettelt worden, einer uigurischen Menschenrechtlerin, die in China in Haft saß, zitiert die "New York Times" einen anderen chinesischen Beamten. Derzeit hält sie sich in Washington auf.
Und jetzt? In Deutschland natürlich. Nachdem man aus Tschetschenien das Kaukasische Emirat aufgenommen hat, jetzt auch die Uiguren. Kadeer ist Präsidentin des WUC und der sitzt in München. "Der Weltkongress der Uiguren fordert eine friedliche Lösung des Xinjiang-Konflikts bzw. Ostturkestan-Konflikts. Die Ziele des WUC sind nach eigenen Angaben „die Erlangung von Demokratie, von Menschenrechten und Religionsfreiheit für alle Uiguren, damit sie ihre politische Zukunft selbst bestimmen können“."
Nur auf wen stützt sich diese Friedensmission? Auf die schon genannte ETIM, praktisch der Islamische Staat, und die keinesfalls harmlosere Hizb ut-Tahrir. Die haben wir jetzt hier in München und bieten ihnen einen Rückzugsort. Von dem aus sie Anschläge in China planen können. Und wahrscheinlich auch tun.
https://de.wikipedia.org/wiki/Uigurische_Unabhängigkeitsbewegung#Oppositionelle_Gruppierungen
Das müsste mal in die Debatte kommen.
Gruß Artur