Das Problem ist: Uns hatte es ziemlich früh in der Pandemie erwischt, eben weil es seinerzeit die großen Ausbrüche in den Pflegeheimen gab.
Sie wissen, damals galt noch eine völlig andere Teststrategie: Man hat sehr sparsam gestestet, nur bei Symptomen, und wenn ein Haushalt schon in Quarantäne war, wurden die einzelnen Haushaltsmitglieder nicht einzeln getestet.
Ich habe damals mit Arzt und Amt telefoniert, und beide haben mir übereinstimmend mitgeteilt "Wenn es Ihnen nicht sehr schlecht geht, einfach zu Hause bleiben und auskurieren - nicht zum Testen in die Praxis kommen!" War zu diesem Zeitpunkt ja auch logisch, von Genesenenzertifikaten war damals noch keine Rede.
Was die Sicherheit angeht: Wenn man Tisch und Bett mit einer Corona-positiv getesteten teilt und dann tüchtig krank wird - naja. Wir wurden ja auch ganz frech alle vier als Coronafälle gezählt, obwohl bei den Kindern unbekannt ist, ob die es überhaupt hatten, denn die haben sich sofort in ihren Zimmern verbunkert.
Auf jeden Fall fallen bei 2 G ganz viele eigentlich Genesene durch's Raster und es fehlen wichtige Zahlen für die Modellrechnungen. Man sieht es ja auch in Großbritannien, wo es eigentlich einen viel höheren Anstieg nach dem "Freedom day" hätte geben müssen. Hat es aber nicht - die hohe Zahl der unbekannt Genesenen hat das abgepuffert.