klaudie schrieb am 04.05.2023 14:29:
Sollte er erklären, dass die Ereignisse in Odessa ein Signal zur Unterdrückung jeglicher Opposition gegen den Maidan-Putsch gewesen und es somit neben der militärischen Niederschlagung des Aufstandes in der Ostukraine das zweite, in den eigenen Herrschaftsbereich hinein gerichtete offizielle Repressionssignal gewesen ist?
Das dritte wäre das zu diesem Zeitpunkt bereits gültige Verbot einer zweistelligen Anzahl von Parteien, darunter mit der Kommunistischen Partei der größte Oppositionspartei im Lande, die auch nicht an der Vorgängerregierung beteiligt gewesen ist. Weiter Repressionen, inklusive einer ganzen Reihe von Morden an Oppositionellen folgten dann.
Damit müsste er auch zugeben, dass der Maidan-Putsch kein Volksaufstand irgendwelcher Unzufriedener gewesen ist, sondern Bestandteil einer langfristige Strategie, die das Land noch weiter zerrissen und letztlich in den aktuellen Krieg geführt hat.
Damit wären allerdings die westlichen Kriegsnarrative mit einem irrationalem Putin und einem unschuldig überfallenen Land hinüber.Genau deswegen wird hier nichts passieren. Der Krieg, den der Westen, bezahlt, den wir alle bezahlen, soll schließlich weiter gehen.
Er kann es nicht objektiv untersuchen lassen, um eine vermeintliche Verletzung von Art. 2 EMRK klären zu lassen, weil es ihm maßgeblich im Inland schadet und weniger im Ausland.
Verbrecher für ihre Gräueltaten zu bestrafen wäre für die westliche Bevölkerung im Gegenteil sogar ein Zeichen dafür, dass er aus menschenrechtlicher Perspektive nicht mit jedem regieren will und "ein guter ist" - nur muss er es aus pragmatischen Gründen mit solchen Menschen paktieren, weil ihm sonst die Nationalen und der nationale Zusammenhalt wegbrechen, wenn diese Gruppierungen konsequent für zu hartes Vorgehen oder ungern gesehene Ideologien bestraft werden.
Es erinnert leider an unschöne Zeiten.
"Er ließ jedes zu viele schießen entschuldigen und jedes zu wenige schießen bestrafen."