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  • Porcupine17

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Re: Der erste Schritt zum Frieden

Michael Karl schrieb am 05.11.2024 11:26:

Ich denke viele Vertreter der Palästinenser haben es auf allen möglichen auch friedlichen Wegen versucht. Und alle diese friedlichen Versuche scheiterten und verliefen im Sande, nicht zuletzt weil Israel deren Umsetzung letztlich, trotz guter Worte und unterschriebener Verträge, blockierte. Und wenn die palästinensischen Führer auf friedlichem Wege für die eigenen Leute keine Verbesserung und keine Perspektive realisieren können, dann wendet das Volk sich jenen zu, die einfache Lösungen versprechen. Kampf bis zum Sieg, Auge um Auge und im worst case 72 Jungfrauen klingt nur dann verlockend wenn es sonst keine Perspektive gibt. Und im Moment schafft Israel nur weitere Generationen von fanatischen neuen Kämpfern. Denn Israel bietet keinerlei langfristige Perspektive für die Palästinenser. Wir "vernichten" jetzt die gesamte Hamas und dann wird alles besser. Im Westjordanland regiert nicht die Hamas und dort ist es nicht (viel) besser. Auch dort sind willkürliche Festnahmen durch die Israels, Schikanen, Apartheid und Landraub an der Tagesordnung.

Das Problem spiegelt sich leider auf der anderen Seite. Zahlreich israelische Regierungen haben es auf friedlichen Wegen versucht. Und es scheiterte weil Organisationen wie eben die Hamas das immer wieder zerbombt haben. Und als die israelischen Führer ihrem Volk trotz zahlreicher auch territorialer Konzessionen letztlich keinen Frieden präsentieren konnten wurden sie schließlich abgewählt und durch Leute wie Netanjahu ersetzt. Mit Angriffen wie dem von 7. Oktober und vor allem den andauernden Parolen wie "From the River to the sea" sehen auch die Israelis keine andere langfristige Perspektive als zu kämpfen...viele der Leute die mal den Friedensprozess und Leute wie Rabin und Perez unterstützt hatten haben inzwischen aufgegeben.

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