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  • lucia

776 Beiträge seit 04.12.2023

Re: point of view - view of points

Indoktrinator schrieb am 04.08.2024 00:05:

Hallo Mitforentin Lucia,

ich freu' mich wie Bolle, dass ich zu Ihrer Erheiterung beitragen durfte, darauf fiel mir gleich noch ein Link ein:

2015-11-26 Georg Schramm - 'Zorn und Empoerung' & Meister Yodas Ende
-> https://www.youtube.com/watch?v=0rEv1qu4hyo

Gleichwohl es sich bei 'Das Leben des Brian' -> https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Leben_des_Brian

um eine Komödie handelt, entbehrt diese (bis in die heutige Zeit) nicht nicht eines ernsten Hintergrundes.

Da sie religiöse Bezüge enthält, komme ich nicht umhin, mich gemäß
'Ignoramus et ignorabimus'
-> https://de.wikipedia.org/wiki/Ignoramus_et_ignorabimus
als Anhänger des Agnostizismus zu outen, siehe -> https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus

Ich mag an Telepolis vor Allem das Antiautoritäre; vom Widerstand 'Startbahn West' kommend, siehe -> https://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West musste sich die Punktlandung bei Telepolis geradezu zwangsläufig ergeben ; 'Startbahn West' und 'Punktlandung' ist dann nochmal in der Konjugation ein 'special joke'.

Zu
hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein
gibt es eine (natürlich Kapitalistische) Perversion:

'Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein'
-> https://search.brave.com/search?q=hier+bin+ich+Mensch%2C+hier+kauf+ich+ein&source=desktop&summary=1&summary_og=a97144f8e8c92bda388517

Der Bezug zur Religion ergibt sich dem Nachstehenden:

Hier bin ich Mensch. Hier darf ich´s sein. – Auch ohne Einkauf
-> https://religion.orf.at/v3/radio/stories/2710611/

Wegen des vorstehenen Links auch mein Outing als Agnostiker. Die zur Schau getragene Gewissheit von manchen Gläubigen empfinde ich allerdings als eine spezielle Art der Hybris.

Ein nochmaliger Bezug zur Religion:
2011-02-07 Volker Pispers - Kapitalismus: Der Glauben an die freie Marktwirtschaft
-> https://www.youtube.com/watch?v=knHK1rfBhig

Mit vielen lieben Grüßen
over ...

Hallo Indoktrinator
Much informations!
Ob sie too much sind, mag jede/r für sich entscheiden - selber mag ich, antwortend, erst einmal mit Jazz beginnen. Wegen den Hinweisen auf 'Ignoramus', über welches ( weil ja auch im link erwähnt) man schließlich zum phänomenalen Bewußtsein gelangen kann ( Qualia) - und Ned Block 'klingt' sich ein und zitiert Louis Armstrong.
"Wenn sie erst fragen müssen, was Jazz ist, werden sie es nie verstehen".
Ich weiß das auch nicht, und fühl mich selber öfters unverstanden, aber , daß Jazz mir hilft, wenn ich im Chaos umweltlicher Anforderungen zu versinken drohe, hab ich schon vor Jahren verstanden :-) Manchmal von Miles Davis, oder John Coltrane begleitet, kann ich mich dann wieder sortieren ;) das mäandert so schön entspannend dahin.
Also eines nach dem anderen.
Religon - ja, großes Kapitel für sich. Wegen Ihrer Hinweise 'spukte' mir im Gehirn erst Kant mit seinem 'Was kann ich wissen' herum, dann fiel mir Heine ein, der dem Kant wohl nicht ganz 'grün' gewesen ist - siehe hier:
>> Fort, ihr Gespenster, ich spreche jetzt von einem Manne, dessen Name schon eine exorzierende Macht ausübt, ich spreche von Immanuel Kant!<<
Aus:
http://www.zeno.org/Literatur/M/Heine,+Heinrich/Essays+I%3A+%C3%9Cber+Deutschland/Zur+Geschichte+der+Religion+und+Philosophie+in+Deutschland/Drittes+Buch

Spannend, was man so alles auf autodidaktischen Wegen entdecken kann.
Nun könnten wir latürnich ein Riesenfaß aufmachen ( plus Obelix vorher ein paar Wildschweine fangen lassen, nachdem er die Römer wieder mal verhauen hat) und ernst,
besinnlich, satirisch, nachdenklich, auch manchmal zürnend, in jedem Falle: ausführlich über Religion sprechen. Über religio-rückverbinden, über Spiritualität kontra Dogmen, auch Paul Feyerabend dabei nicht vergessen:
https://www.youtube.com/watch?v=sE1mkIb1nmU
Mag ihm immer wieder gerne zuhören :)

zur Startbahn West :
>>Mit der Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 21. Oktober 1980 für den Bau der neuen Startbahn endete die gerichtliche Auseinandersetzung, während sich der Widerstand vor Ort zuspitzte. <<
Zu der Zeit hatte ich komplett andere Lebensaufgaben, als mich mit Politik auseinandersetzen zu können. Also mit Ausnahme der Interessen, mit denen man an die entspr. Kommunalpolitiker herangetreten ist und sich zusammen mit anderen Eltern stark gemacht hat fürs Umfeld, in dem die Kinder aufwuchsen- dass da mal was getan wird, für Leute die nicht mit dem sprichw. 'goldenen Löffel im Mund' geboren worden sind. Bisserl was durchzusetzen ist gelungen, in den Augen mancher vielleicht keine Riesenschritte, aber Kleinvieh, sagt man, macht auch Mist.

Noch zu: 'zur Schau getragene Gewissheit von Gläubigen':
Als Kleine habe ich das noch nicht verstehen können- es war 'nur so ein Gefühl'- dass da etwas nicht stimmt. Wer nicht 'zu ihnen' gehörte ( Kreuz um den Hals und viel beten und sehr bigott tun) dem wurde eine Last aufgebürdet, die nicht sichtbar im Außen war - aber ich sags mal so: das Gehen war dadurch enorm erschwert und es halfen nur die Flügel (der Phantasie).
Bin in Bayern aufgewachsen und es war sehr erleichternd, Kontakt zu Menschen zu bekommen, später, die sozusagen den Ausläufern der Hippiezeit angehörten. Eine völlig andere Welt.
Faszinierend fand ich dann ( wie im Vorpost andeutungsweise wg. Grof schon erwähnt) viel später den Eingang zu den 'doors of perception'. Und da liegt bis heute mein Verständnis von Spiritualität und dem was ich wenn 'göttlich' nennen würde.
...und als Sie&Er die Pilze erschufen, freuten sie sich, in ihrer weisen Voraussicht, sehen zu können, wie ( bspw.) Nana Nauwald in sprühenden Farben umsetzte, welche Räume sie in der Schöpfung gefunden hat

Wege zum heilen- Wege raus aus den Konflikten, den Krisenherden, den Kriegen finden- Wege, fort von Thanatos, Wege hin zu Lebendigkeit, Lebensbejahung, Lebensfreude.....

Vielleicht könnten wir als Spezies auch wieder verlernen wie man einander tötet-
und könnten wieder lernen, wie wir heilen, und wie wir gesunden.

Wünsch einen friedlichen schönen Sonn-Tag und freundliche Grüße zurück :)
Freut mich, der schriftliche Gedankenaustausch:)
btw: wegen dem obigen '...hier kauf ich ein...' da findet sich eine Stelle in Fromm's
'Haben oder Sein', wo das Beispiel des Haben( wollen) oder des Sein(lassens des anderen)
am Beispiel des jeweils unterschiedlichen Umganges dreier Menschen mit einer Pflanze aufgezeigt wird . Die Pflanze könnte dabei durchaus als Metapher für einen Menschen stehen.

Ah ja und: Pispers und Schramm? "Halleluja" ;-) Wie sagt man manchmal?
'das Beste zum Schluß!'
Aber na sowas von sonnenklar werden die beiden gewürdigt, danke dafür!

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