Am Ende läuft es darauf hinaus, dass eben nicht jeder nach der neoliberalen Floskel "seines eigenen Glückes Schmied" ist und dass die Voraussetzungen für ein glückliches, erfülltes Leben vielfältig sind. Man sollte einen Arno nicht verachten, weil ihm die eigenen Grundlagen gefehlt haben, man sollte eher die Gesellschaft dafür verurteilen, dass sie sich nicht auf seine Seite gestellt haben, sondern gegen ihn.
Am Ende läuft es mal wieder auf die Doppelmoral hinaus, sich einerseits von Minderheiten Befindlichkeiten aufoktroyieren zu lassen und z.B. anerkannte Behinderungen von Menschen in Schutz zu nehmen und andererseits die vielfältigen (Lebens-, Sozial-, etc.) Schwächen eines Arno zu stigmatisieren und zu verteufeln.
Am Ende ist dieses "Selber schuld!" aus einem anderen Kommentar schlicht und einfach asozial im Sinne des Wortes.
Am Ende sollte jeder, der mit den geistigen und körperlichen Kapazitäten geboren und aufgewachsen ist, dankbar dafür sein und nicht gegen die treten, die nicht so viel Glück hatten. Denn wie heißt es so schön im Sunscreen Song: Jede deiner Entscheidungen ist zur Hälfte Zufall.
Am Ende ist von diesen originär linken Gedankengängen offensichtlich wenig übrig geblieben, wie Marlon Grohn zu recht anklagt.