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  • GP.0

549 Beiträge seit 28.01.2016

Die Abwesenheit eines Beweises für Anwesenheit...

"Die Abwesenheit eines Beweises für Anwesenheit ist kein Abwesenheitsbeweis."
© Frank Wisniewski
Jede Studie, die sich mit der Wirksamkeit eines Lockdowns beschäftigt, leidet darunter, dass sie nie beziffern kann, wie streng sich Menschen an die verordneten NPI halten. Es wird hier wohl niemand von sich behaupten, dass er das immer und 100 %-ig tut. Jeder wird in seiner Umgebung sehen, wie sich das Verhalten der Menschen verändert, insbesondere wenn die Zeit immer weiter fortschreitet. Im Frühjahr haben die Corona-Skeptiker noch das Wetter verantwortlich gemacht oder, wie der berühmte schwedische Arzt, die beginnende Herdenimmunität. Beides ist in den letzten Monaten auf der Nordhalbkugel nicht zutreffend. Aber man sieht deutlich an vielen Ländern, dass mit NPI die Fallzahlen und die Todesraten stabilisiert oder gedrückt werden können.
John Brockman hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht, in denen sich Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des Lebens zu jeweils einer Frage geäußert haben. 2014 hieß die Frage "WHAT SCIENTIFIC IDEA IS READY FOR RETIREMENT?".

https://www.edge.org/annual-question/what-scientific-idea-is-ready-for-retirement

Darunter auch ein Artikel zu statistischer Signifikanz, der mit folgendem Absatz beginnt.

https://www.edge.org/response-detail/25414

"Sie ist ein Segen für die Mittelmäßigen, die Leichtgläubigen, die Unredlichen und die einfach nur Inkompetenten. Sie verwandelt ein bedeutungsloses Ergebnis in etwas, das sich veröffentlichen lässt, und transformiert die Verschwendung von Zeit und Geld in den Rohstoff wissenschaftlicher Karrieren. Sie wurde geschaffen, um den Forschern dabei zu helfen, einen wirklichen Effekt von einem statistischen Zufallstreffer zu unterscheiden, aber sie ist zu einer quantitativen Rechtfertigung dafür geworden, Unsinn in die Hülle von Achtbarkeit zu kleiden. Und sie ist für sich genommen der stärkste Grund dafür, warum der größte Teil der wissenschaftlichen und medizinischen Literatur nicht einmal das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt wird."

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