Im Blickpunkt ist ja aktuell sehr das menschliche Temperaturempfinden:
> Millionen Menschen in Deutschland könnten bald in kalten Wohnungen sitzen.
Nunja - Menschen sind anpassungsfähig. Wer geschwächt, sehr jung oder sehr alt ist, wird mit Kälte sicher Probleme bekommen. Für die Vermieter/Eigentümer wäre es allerdings eine Katastrophe:
Wird es zu kalt, steigt in einer bewohnten Wohnung die relative Luftfeuchte schnell auf 100%, womit sich dann der Pilz an der Wand freut. Gegen Kälte ziehe ich ein paar Schichten mehr an - bei Schimmel in der Atemluft geht's an die Gesundheit, weshalb so eine Wohnung dann nicht mehr bewohnbar ist. Bei ein/zwei Wohnungen ist das kein Problem. Aber was ist, wenn der halbe Bestand einer ganzen Stadt plötzlich unbewohnbar ist? Ich gehe nicht davon aus, dass die Bauwerksanierungsbranche so gut skaliert, dass sie gleichzeitig zehntausende Gebäude entschimmeln kann.
Und dabei reden wir noch nicht von unter 0° C - da kommen dann noch die Klempner, Estrichleger und Fliessenleger dazu, die ab Frühjahr die Schäden gesprengter Heizungs- und Trinkwasserleitungen reparieren müssten. Deutschland leidet nicht an einem zuviel an Handwerkern, die das alles 2023 wieder i.O. bringen können - so Geld dafür da ist - Rückversicherungen sind auch nicht grenzenlos belastbar.
LB