ludmillaZ schrieb am 29.04.2020 11:29:
Gar nichts hast Du verstanden!
Die Daten von 2500 Messtationen in Deutschland werden jeden Tag an das UFZ
übermittelt.Die operationelle Modellkette
Der Dürremonitor wird jede Nacht aktualisiert. Dazu werden Daten von ungefähr 2500 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes genutzt, die qualitätsgeprüft und dann auf das 4 km Raster interpoliert werden. Dabei kommt ein External Drift Kriging Ansatz zur Anwendung, der die geographische Höhe als Zusatzinformation nutzt. Diese Daten treiben das hydrologische Modell mHM an, mit dem u.a. die Bodenfeuchte simuliert wird. Durch den Vergleich der Bodenfeuchte mit dem langjährigen Erwartungswert kann dann der Bodenfeuchteindex (SMI, Samaniego et al. 2013) berechnet und der Dürrezustand ermittelt werden (s.u. "Was bedeutet Dürre?").
Eine weiterführende Beschreibung der Modellkette findet sich bei Marx et al. 2016 und Zink et al. 2016.
Das heißt: Es wurde gemessen und dann simuliert!
Es wird nicht die Bodenfeuchte gemessen, sondern anhand der DWD-Messdaten anhand eines Bodenmodells errechnet. Der Dürremonitor ist also nichts anderes als ein Simulationsergebnis, was die auch selbst schreiben. Was wiederum sehr gut zu meiner Beobachtung passt, dass die Simulationsergebnisse nicht unbedingt zur beobachtbaren Realität passen.
Du kannst es drehen und wenden, wie du willst: Der Dürremonitor kann regional hinkommen, muss es aber nicht. Und entlang meiner Bahnstrecke kommt er nun mal nicht hin. Ganz einfach.