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  • spetctre

mehr als 1000 Beiträge seit 26.01.2004

So ein Schmarren! Manifest für eine Unterwerfung

Heute ist der 352. Kriegstag in der Ukraine. Über 200.000 Soldaten und 50.000 Zivilisten wurden bisher getötet. Frauen wurden vergewaltigt, Kinder verängstigt, ein ganzes Volk traumatisiert.

Kinder verängstigt? Zu zehntausenden geraubt, nach Russland verschleppt, werden jetzt "russifiziert".

Für all das ist Wladimir Putin verantwortlich. Er hat den Angriff befohlen, er hat verurteilte Mörder und Vergewaltiger an die Front geschickt.

Und dem soll man jetzt auf ein mal trauen? Trauen, dass er sich an Verhandlungsergebnisse hält?

Putin hat doch gezeigt, dass er vor gar nichts Respekt hat, nicht mal vor seinen eigenen Leuten. Es schickt seine schlecht ausgebildeten jungen Soldaten in einen Fleischwolf, ihre Verluste sind enorm, aber Putin ist das völlig egal, er geht nach dem Motto: "die Masse macht's"
Es ist dieselbe Menschenverachtung die der deutsche Generalstab im 1. WK vor Verdun hatte.

Die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung braucht unsere Solidarität. Aber was wäre jetzt solidarisch?

Am besten, man fragt die Ukrainer selbst. Die wissen das besser als eine Sarah Wagenknecht und eine Alice Schwarzer, die beide nicht mehr so "angesagt" sind und gerne mal wieder etwas mehr Beachtung fänden.
Und die Ukrainer sagen: wir brauchen mehr moderne, leistungsfähige Waffen, um uns gegen eine mehr als dreifache Übermacht wehren zu können.
Die Ukrainer verteidigen ihre Heimat mit großem Mut und enormer Tapferkeit. Und sie verteidigen unsere Freiheit mit.
Wir dürfen sie nicht im Stich lassen.

Präsident Selenskyj macht aus seinem Ziel kein Geheimnis. Nach den zugesagten Panzern fordert er jetzt auch Kampfjets, Langstreckenraketen und Kriegsschiffe – um Russland auf ganzer Linie zu besiegen?

Was für eine blödsinnige Frage! Russland kann die Ukraine nicht besiegen, ukrainische Truppen werden niemals Moskau oder gar Wladiwostok erobern.
Aber die Ukraine kann Putins Truppen an seine international anerkannten Landesgrenzen zurückdrängen, damit viele Millionen vertriebene Ukrainer wieder in ihre Heimat zurückkehren können.
Das wäre der Dämpfer, den Putin in seiner Eroberungslust dringend braucht und das wäre dann wahrscheinlich der Anfang vom Ende von Putin. Russland hätte dann eine Chance auf eine dringend notwendige demokratische und rechtsstaatliche Erneuerung, ähnlich wie Argentinien nach dem Falkland-Krieg.

Die Ukraine kann zwar – unterstützt durch den Westen – einzelne Schlachten gewinnen. Aber sie kann gegen die größte Atommacht der Welt keinen Krieg gewinnen.

Darum geht es doch gar nicht. Das soll die Ukraine nicht, und das will sie auch nicht. Sie will, dass die russischen Invasoren, die Mörder und Vergewaltiger aus ihrem Land verschwinden - und das ist ihr verdammtes Recht!

Verhandeln heißt nicht kapitulieren. Verhandeln heißt, Kompromisse machen, auf beiden Seiten.

Und wie immer: All die Verhandlungs-Sabbler - sie lassen nie die Hose runter, sie lassen nie die Katze aus dem Sack.

Kompromisse? Wie sollen die aussehen?
Da kommt dann - nichts. Beredtes Schweigen.
Geschenke an den Aggressor der für all das furchtbare Leid verantwortlich ist? Das soll zu einem dauerhaften Frieden führen? Wie bekloppt kann man sein?
Das wäre doch eine Bestätigung für Putin und eine Ermutigung, ein Ansporn für weitere "Heldentaten".
Putins Vorbilder sind die russischen Eroberer in der Geschichte Russlands.

Das Münchner Abkommen von 1938 war so ein "Kompromiss" eine "Verhandlungslösung".
Wir wissen, was daraus geworden ist.

Leute wie Hitler und Putin setzen auf Einschüchterung (Putin mit seinem Atom-Winke-Winke) und Salamitaktik.
Österreich, Sudetenland, Tschechoslowakei - der Westen hat zugeschaut, der Westen hat nichts gemacht.
Dann Polen - der Westen, obwohl beistandspflichtig hat immer noch praktisch nichts gemacht ("Guerre de drole") - dabei hatte Hitler berechtigterweise vor nichts mehr Angst als vor einem Zweifrontenkrieg.

Sich einschüchtern lassen ist in solchen Fällen keine Lösung. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - später knallt's dann um so doller.

Überall, wo es russischsprachige Minderheiten gibt ist Putin am Wühlen, verteilt russische Pässe, stachelt an - und steht bereit, Separatisten mit Waffen, "grünen Männchen" oder auch regulären Soldaten bei Seite zu springen.

Als nächstes hat Moskau schon die Republik Moldau im Visier.

Wir Bürgerinnen und Bürger...

Gender, Gender, Gender Täterä! Täterä! Täterä!

...den Kanzler in die Pflicht nehmen und ihn an seinen Schwur erinnern: "Schaden vom deutschen Volk wenden"

Da gäbe es ganz andere Baustellen. Was ist unser Schaden hier im Vergleich zu dem der Ukraine?
Und wer ist der Verursacher?

Wir fordern den Bundeskanzler auf, die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen. Jetzt!

Ach, jetzt auf einmal nur noch die "Eskalation der Waffenlieferungen"? Die Linke war doch von Anfang an gegen jegliche Waffenlieferungen an die Ukraine, demnach wären Selenskij & Co., jetzt im Gulag in Sibirien, die Ukraine wäre ein Marionettenstaat Moskaus mit einem Statthalter a la Lukaschenko oder Kadyrow an der Spitze, Putin hätte sich eine Riesnbatzen der Ukraine unter den Nagel gerissen der systematisch "russifiziert" würde, noch mehr Menschen würden vertrieben und könnten nie mehr in ihre Heimat zurück und der nächste Überfall Putins auf ein Nachbarland wäre vorprogrammiert.

Und dann immer die Schote vom "Dritten Weltkrieg" - "The Power of Nightmares".
Putin hat nicht das geringste Interesse an einem Krieg zwischen Russland und der Nato.
Putin hat sich zwar bei seiner "Sonderaktion" mit der Resilienz der Ukraine bös verrechnet - aber eins und eins zusammenzählen, das kann er dann doch.
Die Kräfteverhältnisse sind völlig eindeutig.
Putin hat ja schon mit der Ukraine Probleme genug am Hals.

TP-Autoren haben diesen Schmarren mit unterschrieben und der passt auch gut zu der antiwestlichen, antideutschen Entwicklung die TP schon seit einiger Zeit eingeschlagen hat. Und das Forum ist zur Echokammer dafür verkommen.

Gegen den Mainstream zu sein heißt noch lange nicht richtig zu liegen. Es gibt auch das "Ein Geisterfahrer? Das müssen doch hunderte sein!"

Appeasement gegenüber Putin ist Selbstaufgabe in Raten.

PS:

Wir fordern den Bundeskanzler auf, die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen. Jetzt!

Richtig wäre: "Wir fordern Wladimir Putin auf die Eskalation durch seine beginnende Großoffensive zu stoppen. Jetzt!"

"Wir fordern Wladimir Putin auf die Bombardierung ukrainischer Städte, die systematische Zertrümmerung der Ukraine zu stoppen. Jetzt!"

Aber an Putin wird von Wagenknecht und Schwarzer überhaupt nicht appelliert.

Bei Schwarzer kann ich mir Naivität vorstellen, bei Wagenknecht nicht. Und letzteres erschreckt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.02.2023 11:41).

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