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Avatar von juliuscäsar
  • juliuscäsar

326 Beiträge seit 19.06.2021

Re: Statista ist Interessant...

borkys schrieb am 30.06.2021 09:32:

Sozialistischer Blödsinn ist da gar nichts.

Entweder man nimmt die EIgentümer in die Pflicht oder es wird weiter mit populistischen zeitlich begrenzten Mietdeckeln rumgespielt. Grundsätzlich muss verändert werden was eben geändert werden muss. Es gibt ein Problem das sich aus der kapitalistischen Misswirtschaft i.e. Deregulierungen zum Wohle von Kapital und Eigentum und zum Nachteil der Nichteigentümer (Mieter) der letzten Jahrzehnte ergeben hat...

Entweder man passt die Fundamente so wie damals an als diese Entwicklung begonnen wurde oder man ändert nichts... Was also zu tun? Weiter so bis einfach wirklich zuviele auf der Strasse in Zelten wohnen..?

So ein Unsinn!
Ich wiederhole es aber gern nochmal: ihr Linken seid einst angetreten, die Interessen der von euch so genannten "Arbeiterklasse" wahrzunehmen.
Also natürlich stellvertretend, weil die "Arbeiterklasse" ja eurer Meinung nach zu dumm dafür war. Und die "Klasse der werktätigen Bauern" wohl auch ...die brauchten also ganz dringend euch, die "Avantgarde" (schon irgendwie blöd, dass diese Avantgarde sich von Anfang an aus verkrachten Intellektuellen und dem akademischen Prekariat rekrutierte, und fast nie aus den Reihen der "Arbeiterklasse").
Nun, zu den "Interessen der Arbeiterklasse", die von euch, der "Avantgarde" vertreten wurden, gehörte doch einstmals auch die Bekämpfung der Armut, oder?
Ich kann mich noch daran erinneren, dass es sowohl in der ollen DDR (aus der ich stamme) als auch im Westen bei DKP und Sozialdemokraten immer darum ging, dem Arbeiter "einen Anteil am Wohlstand zu verschaffen".
Teilhabe nennt man das heute mit einem strunzdämlichen Modewort.
Es ist gelungen, diese Teilhabe zu erreichen. Heute gibt es tatsächlich etliche Angehörige der Schicht, die ihr Linken so gern "Arbeiterklasse" genannt habt, die sich sogar eine Eigentumswohnung leisten können - als Ehepaar mit zwei Einkommen. Diese Menschen haben auch erkannt, dass die Renten in 'Schland alles andere als sicher sind und versuchen nun, sich eine Alterssicherung aufzubauen, indem sie die erworbene Eigentumswohnung vermieten.
Und dann kommen irgendwelche Kasper, die sich für "links" und für progressiv halten und schwallern von Enteignung. Soll also der Arbeiter, der Angestellte, der sich gerade eben so eine Eigentumswohnung leisten konnte als Alterssicherung, nun frohgemut jauchzend seiner Enteignung zustimmen und nach wie vor glauben, linke Kollektivierungsfetischisten würden seine Interessen vertreten?
Nochmal: Es ist kein Wunder, dass sich eure ehemalige Stammklientel, nämlich die "Arbeiterklasse", komplett von euch Linken abgewandt hat. Ihr habt nichts zu bieten als die Uraltrezepte von Anno Stalin und Anno Ulbricht. (Und selbst Ulbricht hatte mit seiner "Neuen Ökonomischen Politik" erkannt, dass man so etwas wie Privateigentum zulassen und einen wirtschaftlich starken Mittelstand reaktivieren muss ... und dafür wurde er ja auch von Breshnjew durch Honecker ersetzt).
Ihr Pseudo-Linken und Salonmarxisten seid allerdings so verbohrt in eurer ideologischen Verblendung, dass ihr das entweder nicht merkt oder einfach in Kauf nehmt. Ihr vertretet niemanden mehr, nur noch euch selbst. Und bei eurem unwürdigen, auf blankem Neid basierenden Geplärre vom "Enteignen!" habe ich immer das ungute Gefühl, dass ihr Enteignungen vor allem dann befürwortet, wenn sie euch selbst nutzen.
"Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer es mit 40 immer noch ist, hat keinen Verstand!" (Winston Chuchill)
"Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer es mit 40 immer noch ist, hat immer noch kein Geld!" (Michael Klonovsky)

Jehova! Jehova!

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.06.2021 12:15).

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