Kürbisschnitzer schrieb am 25.12.2023 14:13:
Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass in einer fortschrittlichen, also demokratischen Gesellschaft sowas wie Obdachlosigkeit gar nicht vorkommen kann.
Oder sind die Wähler asoziale Subjekte, die nur das eigene Wohlbefinden mit Demokratie verbinden?
Du verwechselst Demokratie und Kapitalismus.
Demokratie bedeutet nicht automatisch immer Kapitalismus. In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde der Kapitalismus durch intensive Sozialgesetzgebung eingedämmt. Nannte sich "soziale Marktwirtschaft". Die damalige Intention ist spasseshalber sogar noch im Grundgesetz geblieben und klingt heute wie Hohn, weil von allen Regierungen ignoriert: "Eigentum verpflichtet". Seit Helmut Kohl haben aber alle deutschen Regierungen die Axt an die sozialen Fesseln des Kapitalismus gelegt. Nun haben wir den entfesselten Kapitalismus, in dem jeder Politiker ein Preisschild umhängen hat und die reichsten Bürger dafür sorgen können, dass ihre Politik umgesetzt wird. Entweder direkt durch Parteispenden oder lukrative Aufsichtsratsposten als Krönung der Politikerlaufbahn, oder indirekt durch Beeinflussung der Wähler mit Hilfe der Massenmedien.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (25.12.2023 16:36).