Norbert Münster schrieb am 03.04.2022 12:00:
Seit Jahrzehnten ist es die erste Person die für die Beschaffung verantwortlich ist, der es scheiß egal ist, was die deutsche Industrie anbietet und hat nur ein Auge darauf was die Truppe braucht - Bravo.
na ja, das Problem bei der Beschaffung bei der Bundeswehr war nicht so sehr die deutsche Industrie, das waren dann schon auch die politischen Vorgaben beim Beschaffungswesen, und nicht zuletzt die Bundeswehr selbst.
Denen fielen ja öfter als nicht nach der Auftragsvergabe noch zusätzliche Fähigkeiten ein, die das System noch haben sollte. Dazuhin kam, dass sie unbedingt meinten, die Systeme in unterschiedlichen Ausführungen haben zu müssen, weil ja das Einsatzprofil unterschiedlich wäre.
Das hat die Entwicklung deutscher Rüstungsprojekte unverhältnismässig teuer und langwierig gemacht, und die Geräte ebenso unverhältnismässig teuer. Weil die Entwicklungskosten ja auf den Stückpreis umgeschlagen werden, und bei übermässiger Diversifizierung die Stückzahlen auch klein bleiben.
Und von solchen Fehlplanungen wie der F125 Klasse muss man gar nicht erst anfangen.