Russland agiert außenpolitisch seit einigen Jahren spiegelbildlich zur Politik der NATO-Staaten.
Einzig die Induktion von "Farbenrevolutionen" funktioniert nicht wirklich. Zum einen fehlt Russland generell das Geld, um entsprechende Revolutionen beispielsweise in den USA einzuleiten. Zum anderen sind die westlichen Staaten zu reich, so daß die notwendigen Beträge sehr viel höher liegen müssten, um Leute auf die Straße zu bringen und zu halten.
Andererseits wären die USA ein ideales Target, weil sie in ökonomischer und politischer Hinsicht von allen westlichen NATO-Staaten bereits eine maximal gespaltene Gesellschaft aufweisen, die zudem bis an die Zähne bewaffnet ist.
Dieses "Drohpotential" von russischer Seite hat allerdings die USA nicht abgehalten ("Fuck the EU.....Nuland") in allen interessanten und für die "Regime Change"-Strategie anfälligen Staaten ihren Vorteil zu suchen. Egal, ob es sich um arabische Staaten, oder die Nachfolgestaaten der Sowjetunion handelt - die Strategie war überaus "erfolgreich". Ob sie die initialen Ziele jeweils erreicht hat, möchte ich bezweifeln.
Es geht mir auch nicht darum zu werten, ob man Leute wie Assad, Janukowitsch oder den Schwachkopf in Weissrussland stürzen sollte.
Fakt ist einfach, daß diese Gesellschaften 50:50 gespalten sind und damit für die "Regime Change"-Attacken in Frage kommen. Im Duktus der NATO-Staaten nennt man so etwas hybride Kriegsführung.
Welche Rolle spielt Deutschland in der Gemengelage? Gar keine.
In allen Wahlen, konnte ich noch genau eine Partei wählen: Die Atlantikbrücke.
Wenn ich mir die Schlagzeilen in den Print/Online-Medien über die letzten Jahre anschaue, so ist der Informationsgehalt und die kritische Distanz gleich Null. Statt dessen lese ich Überschriften, die ganz klar den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen und sich insbesondere gegen Russland und neuerdings auch China richten - exakt entlang der "Vorgaben" der US-Regierung. Das heißt, in Deutschland ist überhaupt kein Regime-Change nötig.
Warum sollten die USA den Wunsch haben Europa (inkl. Russland) zu destabilisieren? Sie haben nichts mehr zu verlieren, außer einem großen Konkurrenten. Wenn der so intelligent gewesen wäre, sich mit Russland zu einigen, wäre ein riesiger Wirtschaftsraum mit nahezu unbeschränkten natürlichen Ressourcen entstanden. Die USA wären in diesem Gefüge mittelfristig bedeutungslos geworden. Der zweite große Block wäre China und später vielleicht Indien geworden.
Jetzt gibt es nur noch eine Richtung: Krieg. Genauso wie er von der Mehrheit der Journaille herbeigeschrieben wird. Wer in den Foren der Zeitungen liest, sieht daß die Töne und die Mehrheitsverhältnisse sich dort immer stärker in diese Richtung ändern.
Erinnert sich noch jemand? "Seit heute morgen wird zurückgeschossen"..........