Die territoriale Integrität von Staaten wird von Russland infrage gestellt, Grenzen mit militärischer Gewalt verschoben, die Ost-Ukraine befindet sich im Kriegszustand und die Nato denkt aus nachvollziehbaren Gründen wieder in Kategorien der Bündnisverteidigung.
Der Westen und vor allem die Angelsachsen haben das seid dem zweiten Weltkrieg mehrmals getan. Auch hat die NATO nach der Wende die territoriale Integrität von Jugoslawien und Serbien verletzt. Zusätzlich war 2014 ein Putsch in der Ukraine.
Die Drohgebärden Russlands gegenüber der Ukraine und das Imponiergehabe gegenüber Nato-Staaten in Übungen sind inakzeptabel.
Die Tür schwingt immer zu beiden Seiten.
https://www.anti-spiegel.ru/2020/nato-staaten-fuehren-manoever-an-russischer-grenze-im-nordmeer-durch-russland-reagiert/
Diskutiert man mit Russen, so werden einem insbesondere die aus russischer Sicht klar gegen russische Interessen verstoßenden Punkte Kosovo-Krieg, Libyen-Einsatz, Erweiterung der Nato, US-amerikanische Raketenabwehrprogramme (die als Versuch der Unterminierung russischer Zweitschlagsfähigkeit verstanden werden) sowie Parteinahme für die Westorientierung der Ukraine und damit das vermeintliche Eindringen in direkte russische Einflusszonen vorgehalten.
All diese Punkte stellen sich in westlicher Perspektive vollkommen anders dar
Wo ist die westliche Perspektive? Warum werden Raketen gegen den Iran in Polen und Rumänien aufgestellt. Der Iran hat bisher nicht einmal angegriffen. Er hat auch keine Raken mit solcher Reichtweite.
Sollten also "russische Einflusszonen" akzeptiert und etwa Staaten wie Georgien oder der Ukraine eine Nato-Beitrittsperspektive abgesprochen werden, weil Russland dadurch einen Einflussverlust befürchtet, oder muss nicht für alle Staaten das Prinzip der freien Bündniswahl gelten?
Aus dem gleichen Grund gibt es die Monroe-Doktrin und die Sanktionen gegen Kuba oder Venezuela?
Extrem einseitiger Artikel. Hat der Autor die letzten Jahre auf einer einsamen Insel verbracht oder wird er von der NATO bezahlt?