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  • Mathematiker

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2014

Romantisierung des sozialistischen Elends

Vor dem politischen Umbruch jener Jahre zählten die Länder des ehemaligen Ostblocks zu den Ländern mit der größten Chancengleichheit in der Welt.

Was ist das denn für ein Quatsch?
Im Sozialismus waren für die Karriere einzig und allein Linientreue und Beziehungen ausschlaggebend. Ein völlig korruptes System, das scharenweise die Leute aus dem Land (DDR) oder in den Alkohol (UdSSR) getrieben hatte.
Im Westen konnten die Leutchen ihren Weg selbst gestalten. Die sparamen Schwaben rackerten und bekamen ihr Häusle. Wer einen faible für ausgefallene Autos, z.B. US-Schlitten, hatte, der konnte für so eine Karre sparen und steckte dann woanders zurück.
Im Osten hatten die Leutchen viele von den wertlosen Alu-Chips und konnten sich trotzdem nichts dafür kaufen. Bei der "Lotterie" für die begehrten Mangelgüter, waren natürlich manche, d.h. die Nomenklatur, natürlich besser als die Anderen. Die brauchten keine 10 Jahre auf ihren Trabi warten.
Den Vogel schoss die SED aber mit ihren Inter-Shops ab. Da konnten sich die Ossis ihre A-Ware und auch etliche West-Waren anschauen. Allerdings gab es die nur für richtiges Geld. Wer keine großzügige West-Verwandtschaft hatte, die da Mal was zusteckte oder zu besagter Nomenklatur zählte, der konnte nur in die Auslage starren.
Auch war beim Besuch natürlich Vorsicht geboten, denn natürlich lungertte dort auch die Stasi herum. Ohne Vitamin-B konnte der Besuch also heikel werden.
Der Autor sollte nicht solche Märchen erzählen.

Doch dann erlebten diese Länder einen Zusammenbruch, der bei einigen schlimmer ausfiel als die Große Depression in den USA. Plötzlich lebte fast die Hälfte der Bevölkerung der ehemaligen kommunistischen Länder unterhalb der absoluten Armutsgrenze von 5,50 US-Dollar am Tag.

Was war die Ursache des Zusammenbruchs?
Tja, die UdSSR und die DDR waren beim Klassenfeind, dem Westen, hochverschuldet und brauchten aber ganz dringend die Nahrungslieferungen, insbesondere aus den USA, denn sonst wäre dort eine schwere Hungersnot angesagt gewesen.
Man sollte sich dabei vor Augen führen, dass die Ukraine, damals ein Teil der UdSSR eigentlich einmal die Kornkammer Europas war, bevor dort der Sozialismus ausbrach.
Die übliche Symptome der Krankheit Sozialismus:
Eine dekadente Führung mit lauter Minderleistern und Umverteilern. Minimierung der Arbeitsleistung ("Produktivität"), da die sowieso außer für irgendwelches Ordensblech, keine Rolle spielt. Minimierung der Verantwortung, dafür eine kräftige Schattenwirtschaft mit Korruption.
Der Osten hatte schon damals viele Jahre über seine Verhältnisse gelebt.

Ostdeutsche haben den Prozess der Deklassierung am eigenen Leib spüren müssen - und wenn heute ihre politische Einstellung untersucht wird, werden diese Erfahrungen noch immer weitgehend ignoriert.

Wieso? Mit dieser üblen Leier sind doch über 2 Billionen € dorthin gekippt worden.
Für die Ossi-Illusion von der sozialistischen Bequemlichkeit mit West-Geld.
Vielleicht hätte man denen ja einfach einmal reinen Wein einschenken können und die einmal in vergleichbare Regionen der alten BRD schleifen können. Im Pfälzerwald, Nord-Hessen oder Ostfriesland sieht es nicht viel anders aus.
Nur dort wird diese Leier nicht gespielt. Dort ist es egal. Genauso egal ist es, wieviele Hanseln dort die AfD wählen, aber wehe dem Ossi sitzt ein Furz quer!

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