Seit dem Mauerfall glaubt der Wirtschaftsflügel der CDU - das Schild und Schwert der Herrschenden Klasse in Deutschland - seine Partei ganz alleine, ohne ein Gegengewicht beherrschen zu können. Ergebnisse: weitverbreitete Korruption in der Partei, weitverbreitete Steigbügelhalterfunktion für Nazis, Outsourcing der Arbeitsplätze, Massenverarmung - die alten Plagen des Konservatismus haben die CDU wieder fest im Griff.
Auch wer sich auf den Volksaufstand von 1953 (Ost) als Grundlage seines politischen Handelns stellen möchte (und 1968 gern ungeschehen machen würde wie die Merz-CDU) - darf doch den Generalstreik von 1948 - in der Bizone (West) streikten 9 Millionen der 12 Millionen Beschäftigten - nicht länger ausblenden. Dieser Generalstreik hat sowohl die "soziale Marktwirtschaft" des nachfolgenden Bundeskanzlers Erhard verursacht (!) - als auch den "ewigen Minister" und Gewerkschafter Blüm an Kohls Seite. Kohl (ein Historiker, der seine Doktorarbeit selber geschrieben hat) wusste: Wenn er die CDU dem Wirtschaftsflügel ausliefert, läuft er in Gefahr, weggestreikt zu werden.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ein-generalstreik-der-keiner-sein-durfte
https://herne-damals-heute.de/streiks-und-demonstrationen/revolution-wird-nicht-geduldet-der-generalstreik-vom-12-november-1948/
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ein-generalstreik-der-keiner-sein-durfte
Das ist nicht Retro! Anstatt die Grundlagen der Geschichte zu kennen, lässt sich ganz Thüringen von einem Lehrer-Knilch, der im Westen nix werden konnte, am Nasenring durch die Manege ziehen - eine Dauervorstellung, in der auch Martin Debes in seiner wirtschaftlichen Ahnungslosigkeit leider zu den Gezogenen gehört.
Daher ist die Tür zur AfD eher eine Drehtür, denn daran fehlt es in Thüringen:
„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“
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Übrigens wissen das die Österreicher: Michael Bonvalot. "Die FPÖ – Partei der Reichen" (Mandelbaum-Verlag 2017).