Bei einer Pleite gibt es keine Freibeträge.
Immobilienwerte errechnet man, indem man berechnet, wieviel Kapital man benötigt um mit Verzinseszinsung nach Abschreibung (bei neu, meist 70 Jahre) des Gebäudes noch den Bodenwert des Grundstücks übrig zu haben. Dabei werden noch monatlich Beträge von diesem Kapital abgezogen die der Höhe der Miete entsprechen.
Wer das durchrechnet, erkennt, dass man umso mehr Kapital(~Immobilienwert) benötigt, je niedriger die Zinsen sind. Das ist extrem nichtlinear, hat aber erst mal keine direkten Auswirkungen auf den Mietzins.
(Auch wenn man sagen muss, dass in den Köpfen vieler Menschen noch Zinssätze von vor 2007 dominieren)
Momentan haben wir durch die extrem niedrigen EZB Zinsen eine Vermögenspreisblase bzw. hatten eine extreme Steigerung der Vermögenspreise.
beispielsweise ist das Kurs Gewinn Verhältnis der Daxwerte heute deutlich höher als früher und immer weniger menschen können sich selbstgenutzte Immobilien leisten.
Die Finanzkriese von 2007 wurde dadurch ausgelöst, dass die Banken festgestellt haben dass die Immobilien weniger wert sind als sie gedacht haben. Wenn man plötzlich eine 3% ige Steuer auf den Immobilienwert zahlen muss, werden Menschen die knapp kalkuliert Wohnraum geschaffen haben und mit den Mieteinnahmen die Kredite bedienen (Baukosten sind im Moment extrem hoch und werden mit Klimaschutzpflichten noch steigen) erst versuchen die Mieten zu erhöhen und wenn das nicht reicht oder möglich ist Insolvenz anmelden müssen. Da bei einer 3% Steuer pro Jahr auf Immobilien die möglichen nettoeinnahmen sinken, werden die Immobilienpreise sinken (damit natürlich auch die Steuereinnahmen der 3%igen Immobiliensteuer) und die Banken werden ihre mit Immonbilien besicherten Kredite teilweise abschreiben müssen und es wird wieder eine Finanzkriese wie 2007 mit Bankenpleiten geben.
Eine konsequente (auf alle Vermögensklassen bezogene, nicht zu umgehende) und höhere Erbschaftssteuer (Erbschaft ist auch leistungslos) wäre da wesentlich sinnvoller. Außerdem bräuchten wir imho höhere Löhne was auch die Arbeitseinkommensquote wieder etwas verbessern würde.
Da ich kein Experte in BWL bin, würde mich zur zeitlichen Entwicklung, Abhängigkeiten, internationaler Vergleich etc. der Arbeitseinkommensquote mal ein Artikel interessieren. Vielleicht diesmal von nem Prof. Univ. der nicht hauptsächlich seine Bücher "bewirbt".