Ausser während einiger Phasen meiner Schulzeit wurde ich nicht diskriminiert. Ausser während einiger Auslandsaufenthalte bin ich weder durch meine Hautfarbe noch durch sonstige äussere Merkmale aufgefallen. Ich hatte immer die Möglichkeit, nach Hause zu fahren, wenn es für mich nicht mehr gepasst hat.
Wie soll ich mich also in die Rolle eines Menschen versetzen können, der aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wurde/wird? Wie soll ich wissen, wie er sich fühlt, wenn man ihn mit dem N-Wort bezeichnet?
Für mich argumentiert Palmer nachvollziehbar, dass es nicht das N-Wort ist, welches verletzt, sondern die Intention, mit der es verwendet wird.
Ich gehe davon aus, dass min. die Hälfte der Provokateure, die Palmer empfangen haben, ebenfalls noch keine systematische Diskriminierung erfahren haben. Daraus stellt sich mir die Frage, woher die so genau wissen können, was die Verwendung des N-Wort bei einem Menschen mit nicht-weisser Hautfarbe auslöst.
Das ist keine Provokation. Ich würde es ehrlich gerne besser verstehen.