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  • Frank_Drebbin

mehr als 1000 Beiträge seit 03.06.2005

Der Emissionskoeffizient für Wasser im Infrarotbereich ist nahe 1

deHotz schrieb am 12.06.2019 13:04:

... denn schon eine der Näherungen ist die Annahme eines lokalen thermodynamischen Gleichgewichts (LTE).

Damit kann man dann die Besetzung der Molekülzustände einfach mit einer Boltzmannverteilung nähern.

Das geht, wenn die Stöße der Moleküle sehr häufig sind und das Medium für diese Wellenlänge optisch dicht.

Aber es gibt Wellenlängenbereiche an den Rändern der Druckverbreiterten Linien, die eine sehr große freie Weglänge haben. Außerdem findet die signifikante Abstrahlung ins All in Bereichen statt, in denen die Druckverbreiterung sehr schmal ist und damit eben die Zahl der Stöße sehr gering. Die Besetzung sollte dort von der Boltzmannstatistik abweichen.

Dann hängt die Art der Druckverbreiterung auch noch vom Stoßpartner ab.

Von der groben Frickelnäherung Albedo ganz zu schweigen.
(Auch der Wellenlängenbereich der Abstrahlung des Erdbodens/Ozeans ist eingeschränkt. Ein Ozean strahlt nicht als Schwarzer Körper. Was denkst denn du, weshalb ein See die Temperatur so lange hält? Das liegt nicht nur an der Wärmekapazität. Der kann nur eingeschränkt abstrahlen.)

mfg

Der Emissionskoeffizient für Wasser im Infrarotbereich ist nahe 1
Genau genommen 0,95--0,98
Fast ein schwarzer Strahler im interessierenden Wellenbereich, der als Emissionsbereich bei 0-40 Grad gilt.....
https://www.thermografie-xtra.de/tipps-tricks/emissionsgrad-tabelle

Das lange Halten der Temperatur liegt an der hohen Wärmekapazität von Wasser....

Insofern liegen Sie einfach mal falsch....

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