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mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

So ganz werde ich aus deinem Beitrag nicht schlau.

Aber Vermieter und Kapitalisten sind ganz bestimmt nicht das Problem sondern eher Teil der Lösung [1].

Das Problem ist unsere weltfremde politische Klasse [2].

Und Ausbeutung ist ein abwertendes Wort für einen ganz normalen, notwendigen Vorgang.

.

Menschen sind arbeitsteilige, spezialisierte Wesen. Die Ergebnisse ihrer verschiedenen, spezialisierten Fähigkeiten und Tätigkeiten tauschen sie untereinander aus. Zudem muss es für die Zusammenarbeit arbeitsteiliger, spezialisierter Menschen Organisatoren geben. Diese Organisatoren bezeichnet man als Unternehmer oder auch Kapitalisten. Die Tauschverhältnisse haben verschiedene Bezeichnungen: Anbieter - Kunde, Unternehmer - Angestellter, u.a.

In einer freien (!) Gemeinschaft sind Tauschhandlungen freiwillig (!) und zu beiderseitigem (!) Vorteil, denn sonst würden diese Tauschhandlungen nicht stattfinden. Dabei akzeptieren die Tauschpartner, dass Tauschverhältnisse auch von gleichen Arten von Tauschgütern zu unterschiedlichen Zeitpunkten quantitativ unterschiedlich ausfallen können (Angebot - Nachfrage).

Bei der freiwilligen (!) Tauschhandlung Arbeitskraft gegen Entlohnung macht der Unternehmer, je nach Angebot und Nachfrage der Arbeitskräfte, mehr oder weniger Gewinn, oft verächtlich als Ausbeutung bezeichnet. Doch wenn die Angestellten mit ihrer Entlohnung nicht einverstanden sind, können sie sich etwas anderes suchen oder ein eigenes Unternehmen aufbauen.

Den Gewinn kann der Unternehmer in die Zukunft und Erweiterung seiner Firma investieren. Investiert er nicht genug, werden seine Firma und seine Einkommensquelle verschwinden und Arbeitslose nicht in den Wirtschaftskreislauf aufgenommen. Auch ein Staatsunternehmen sollte in seine Zukunft und Erweiterung investieren und auch diese Investitionen müssen von den Angestellten dieses oder anderer Unternehmen erarbeitet werden, anstatt Teil ihrer Entlohnung zu sein. Entweder haben die Angestellten ein entsprechend kleines Bruttogehalt oder ihnen werden Steuern abgezogen. Fälschlicherweise wird das nicht als Ausbeutung bezeichnet, obwohl die Angestellten in einer unfreien Staatswirtschaft keine andere Wahl haben und sich niemand gegen Steuern wehren kann.

Den Gewinn kann der Unternehmer aber auch für seinen persönlichen Luxus ausgeben, vorausgesetzt seine Firma leidet dadurch keinen Schaden. Dies geht aber nur bei einem erfolgreichen Geschäftsmodell sowie bei fehlender Konkurrenz. Und wenn in einer freien (!) Wirtschaft niemand zu einer solchen Konkurrenz willens oder fähig ist, bedeutet das, dass man dem Unternehmer den Luxus zugesteht. Ja all die für die Tätigkeit des Unternehmers nicht fähigen oder nicht willigen Menschen brauchen diesen Unternehmer für die Organisation ihrer Zusammenarbeit, also für ihre eigene wirtschaftliche Existenz und gestehen seiner Arbeit deshalb diesen hohen Wert zu.

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[1]
Auch auf dem Wohnungsmarkt gilt: Politik ist das Problem, nicht die Lösung https://www.misesde.org/2019/05/auch-auf-dem-wohnungsmarkt-gilt-politik-ist-das-problem-nicht-dieloesung/

[2]
https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Teures-Wohnen-In-zahlreichen-Staedten-werden-Haushalte-durch-Mieten-ueberlastet/Die-Politiker-sind-das-Problem-nicht-die-Loesung/posting-41705888/show/

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