In der Tat handelt es sich bei dem Führer der Gruppe um einen russischen Neonazi, allerdings ist das einzig Russische an ihm seine Staatsbürgerschaft.
Der Führer Kapustin (auch genannt „Nikitin“), ist Mitte dreißig. Er ist im Alter von ca. 15 Jahren nach Deutschland gekommen, wo er dann 17 Jahre gelebt hat. Seine Radikalisierung als Neonazi hat in Deutschland stattgefunden, nicht in Russland. Er ist so radikalisiert, dass er aus Deutschland ausgewiesen wurde und mit einem Einreiseverbot in den Schengenraum belegt wurde.
Als neue Heimat er sich die Ukraine ausgesucht, die ihn nicht nur aufgenommen, sondern ihm auch eine mediale Plattform für seine Hasstiraden gegeben hat. Er wird wegen seines Russenhasses von der Kiewer Regierung und dem ukrainischen Geheimdienst mindestens geduldet, wenn nicht sogar unterstützt.
Der Spiegel berichtet z.B.:
„Auch wenn Kapustins »Russisches Freiwilligenkorps« offiziell nicht zur Internationalen Legion der ukrainischen Territorialverteidigung gehört, scheint die Ukraine sein Treiben bisher zu dulden.“
und:
„Kapustin hatte das sogenannte »Russische Freiwilligenkorps« offenbar im Sommer 2022 ins Leben gerufen, um auf Seiten der Ukraine gegen russische Truppen zu kämpfen. “
Und der Typ führt jetzt einen Terroranschlag auf reine Zivilisten (Kinder!) durch.
Vor diesem Lebenslauf des Mannes, finde ich die Einordnung "exilrussisch" etwas zu simpel. Wenn man hier schon Ländernamen ins Spiel bringt, dann wäre "wahlukrainisch" ein besserer Begriff.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.03.2023 19:36).