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  • spetctre

mehr als 1000 Beiträge seit 26.01.2004

Die Russen sind ganz liebe Menschen

...sind wir doch alle, oder? (Mit ein paar Ausnahmen).

Grundsätzlich sind die Russen ein friedliebendes und gastfreundliches Volk...

Aber natürlich! Die Russen, ja!

Aber ihre brutalen, eroberungssüchtigen Herrscher, seit vielen Jahrhunderten! Putin reiht sich da nahtlos ein.
Wie ist Russland denn zum größten Land der Erde geworden?
Durch sukzessives Überfallen der Nachbarvölker, mit anschließender Russifizierung.
Bei den Polen, Finnen, Balten und Ukrainern hat das nicht so gut geklappt. Die Polen erinnern sich noch gut an Katyn, die Ukrainer an den Holodomor. Und letztere werden sich noch sehr lange daran erinnern, was Putin ihrem Land angetan hat.

Putin will, dass alle Staaten an Russlands Peripherie nach seiner Pfeife tanzen. Mit etlichen klappt das auch. Mit der Ukraine hat es auch einige Zeit geklappt, Putin hat sie mit dem Gas erpresst.
Sobald die Ukraine nicht mehr recht kuschte, hat er den Gashahn gedrosselt. Aber dann klappte die Masche nicht mehr.

Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass ein "putinischer Frieden" keinen Bestand haben sollte?

Gegenfrage: wie kommst du überhaupt nur auf die Idee, ein solcher Friede könne Bestand haben?
Du bist ja anscheinend nicht mal in der Lage zu skizzieren, wie ein solcher Friede aussehen könnte, aus deinem Beitrag geht das jedenfalls mit keiner Zeile hervor.
Da wird es nebulös: "diese müssen ja nicht so unglücklich wie in Korea verlaufen."

Man muss sich dazu auch mal mit der Psychologie des Wladimir Putin beschäftigen. Er bejammert den Zerfall der Sowjetunion, er vergleicht sich mit Peter dem Großen,
Putin:

Ja, es hat Zeiten in der Geschichte unseres Landes gegeben, in denen wir gezwungen waren, uns zurückzuziehen – aber nur, um unsere Stärke wiederzuerlangen und nach vorn zu gehen."

Nach vorn zu gehen, das sieht er als seine Aufgabe. Er schert sich nicht um international anerkannte Grenzen und Völkerrecht. Er fällt in Georgien ein und mehrfach in der Ukraine. Er spricht der Ukraine das Existenzrecht ab.
Wie soll es mit einem absolutistischen, höchst repressiven und aggressiven Putin an der Spitze zu einem dauerhaften Frieden kommen?

Putin wird niemals einen gerechten Frieden akzeptieren.

Ein gerechter Friede wäre:
1. Rückzug sämtlicher russischen Truppen vom international anerkannten Staatsgebiet der Ukraine
2. Rückkehr der Millionen Vertriebenen in ihre Heimat.
3. Dass Russland für die von ihm in der Ukraine verursachten immensen Schäden in vollem Umfang aufkommt.
4. Dass die Ukraine unter den Schutzschirm der Nato kommt. Nur dann ist sie endgültig vor russischen Überfällen sicher.
5. Dass Putin für seine Verbrechen vor den internationalen Gerichtshof gestellt wird.
6. Zusicherung von Minderheitenrechten gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung der Ukraine.

So könnte ein dauerhafter Frieden aussehen. Aber eben nicht mit Putin an der Spitze eines undemokratischen, repressiven Russlands.

BTW,

Genauso verwerflich ist es, einen Staat einmal aufgrund der Lüge zu "geschundenen Babys in Frühgeborenen-Brutkästen" militärisch zu überfallen...

Wer hatte wen überfallen? Na?
Saddams Irak hatte völkerrechtswidrig Kuwait überfallen. Und eine Koalition hat Kuwait von den Besatzern befreit.
Die dämliche Brutkastenlüge war nicht der Grund.

Aber jetzt geht es wieder voll in den Whataboutismus....

Aber da gibt es noch andere, glaubwürdigere Portale: Telepolis zum guten Beispiel.

Telepolis hat sich bedauerlicherweise in eine antiwestliche, antideutsche, links-bis kommunistische Richtung entwickelt.
Telepolis hat bezüglich des russischen Überfalls eine klare Tendenz. Putin wird sich darüber sehr freuen.
Telepolis meint krampfhaft was anderes als die meisten schreiben zu müssen. Das sehen die wohl als ihre ökologische Nische.
Ist halt so wie mit dem Autofahrer auf der Autobahn: "Ein Geisterfahrer? Das müssen doch hunderte sein!"

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.07.2024 10:19).

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