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  • KenGuru

185 Beiträge seit 03.11.2016

Re: falsche Kritik

hoppeligerHase schrieb am 07.11.2022 14:35:

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KenGuru schrieb am 07.11.2022 14:24:

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hoppeligerHase schrieb am 07.11.2022 14:05:

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Aber als Markt?

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Nein. Im Idealfall würden die Arbeiter die Produktionsmittel an sich reißen, überbetrieblich in Räten zusammen kommen und beschließen, dass sie untereinander alles, was sie über ihren Eigenbedarf hinaus produzieren, frei zur Verfügung stellen, solange das Angebot den Bedarf deckt. Im Falle von Knappheiten muss - wie auch im Kapitalismus - rationiert werden, wobei ich der Ansicht bin, dass demokratische Räte besser wissen, wer den größten Bedarf hat, als der Markt, der alles demjenigen mit dem dicksten Geldbeutel gibt.

Indes habe ich auch noch einen Plan B (Genossenschaftskapitalismus + Ökokeynesianismus) und Plan C (Ökokeynesianismus), falls man das Bewusstsein der Arbeiter nicht so weit bewegt kriegt in absehbarer Zeit. Auch für diese Systeme sollte man brauchbare praktische Vorschläge haben, sonst argumentiert man im Nirvana. So haben z.B. Marxisten immer wieder Forderungen für Lohnerhöhungen unterstützt. Marx selbst hat Leute kritisiert, die Arbeiterkämpfe *nur* nutzen wollten, um Arbeiter von der Aussichtslosigkeit dieser Kämpfe zu überzeugen und für einen Sprung in den Kommunismus zu agitieren (statt erst mal anzuerkennen, dass solche Kämpfe systemimmanent nötig und sinnvoll sind). In just so einem Kontext machte er die berühmte Äußerung "Wenn das Marxismus ist, bin ich kein Marxist."

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Beziehen wir uns auf den Artikel. Der handelt von der drohenden Rezession, und argumentiert u.a. mit dem US-Zinsniveau und dem vermeintlichen falschen Zeitpunkt. Geht also davon aus, dass es einen richtigen Zeitpunkt für Zinserhöhungen geben könnte.

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Systemimmanent kann es tatsächlich solche Zeitpunkte geben. Es kommt lediglich darauf an, welche Ziele man verfolgt.

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Die Vorstellung, die Wirtschaft steuern zu können, ist etwas absurd.
Absurd ist es, weil sich der Staat zu seiner(!) Ökonomie stellt, als wäre die ein Stück Natur. Es ist absurd, dass es eine Wissenschaft gibt, die versucht (hat) herauszubekommen, wie Marktwirtschaft funktioniert.

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Damit stellst du dich aber auch außerhalb der Marx'schen Tradition. Auch Kritik an einem System setzt voraus, dass man es erst mal richtig versteht.

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Und dann auch noch meint, der Markt sei die effektivste Methode um Bedürfnisse zu befriedigen.

So wie es aussieht, werden Millionen Menschen in Europa in die absolute Armut rutschen. Und Ökonomen streiten über den richtigen Zeitpunkt für Zinsänderungen! Bravo!
Mal sehen, wann der erste Euro Staat Probleme mit der Bedienung seiner Staatschulden bekommt.

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Ich denke, in diesen Punkten sind wir uns einig.

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