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  • bbirke

mehr als 1000 Beiträge seit 22.12.2004

Framing: Umweltschutz = brutalstmögliche Askese

Leider werden Umwelt- und Klimaschutz weithin mit brutalstmöglichem (erzwungenem) Verzicht gleichgesetzt: weg mit Auto, Fleisch und Fliegen, zurück in die Steinzeit. Beim Auto geht man sogar manchmal soweit, künstliche Behinderungen und Schikanen zu implementieren, die Umweltschäden und Gefährdungen bewirken.

Die feindseligen Haltungen, die sich oft hinter Umweltschutz verbergen, treffen zu Recht auf Abwehr, was dann schlimmstenfalls dazu führt, dass Umweltschutz abgelehnt oder ein Problem wie der Klimawandel geleugnet wird.

Wesentliche Schuld liegt auch bei den Medien, die immer wieder Verzicht und Gängelei quasi automatisch mit mehr Umweltschutz gleichsetzen. Etwa, wenn bei jeder Auto-Problematik sofort Tempolimits ins Spiel gebracht werden, auch, wenn sie in der Situation gar nichts bringen. Die Medien sollten endlich aufhören, Feindbilder wie Auto, Flugzeug oder technische Annehmlichkeiten generell als Feindbilder zu transportieren. Und zwar gerade bei den Umweltdebatten, nicht in den Reise- oder Autorubriken.

Dieser Artikel und die absonderliche Erklärung, u.a. vom BUND, zur Mobilität sind ein klassisches Beispiel, wo man gegen echten Fortschritt opponiert und puritanisch den brutalstmöglichen Verzicht durchdrücken will. Dass manche Verbände, wie der VCD, rückschrittlich sind, ist bekannt, aber gerade die großen Umweltverbände sollten sich endlich von dieser feindlichen Übernahme der Umweltthemen distanzieren! Sie leisten vielerorts richtige und notwendige Arbeit, kommen aber so über einen engen Kreis von Naturromantikern, Technikfeinden und Puritanern im grünen Gewand nicht hinaus, schaden dem Umweltschutz, wo er ohne Verzicht viel leichter wäre.

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