Selbst wenn man ignoriert, dass der Bus z. B. nur alle 2h kommt und dann alles einigermaßen gut miteinander vertaktet ist: Der Zeitverlust ist i.d.R. massiv. 50-100% mehr sind keine Seltenheit. Mit dem Auto fahre relativ direkt auf die Autobahn. Der Bus und auch die Bahn fahren meist riesige Umwege. Der Bus um auch das letzte Dorf abzuklappern und die Bahn wg. der Züge die ICE-Zubringer sind.
Da arbeite ich doch lieber länger und mache dementspr. mehr komplett freie Tage.
Und diese Umwege sollen nun noch häufiger gefahren werden.
"Insgesamt 42 Millionen deutsche Haushalte besitzen zwölf Millionen Zweit-, Dritt- oder Viertwagen. 380.000 On-Demand-Fahrzeuge könnten diese Autos ersetzen", heißt es in einer Zusammenfassung der ioki-Studie.
Und der Ausstoß von Kohlendioxid könnte um rund 15 Millionen Tonnen pro Jahr verringert werden, was etwa zehn Prozent der Emissionen im Verkehrssektor entspricht.
Was soll denn diese Aussage?! Sonst will man gleich die Erstfahrzeuge auch mit Car-Sharing & Co. überflüssig machen? Warum hier nicht?
Diese Zweit-/Dritt-/...-Fahrzeuge sind oft entweder für irgendjmd. das Erstfahrzeug (z. B. weil für die Kinder die noch daheim wohnen über die Eltern billiger) oder es ist was spezielles wie ein Liebhaber- oder speziellere landwirtschaftl. Fahrzeuge (schließt Oldtimer ein und z. B. das Allrad-Fahrzeug was viel säuft, aber im Wald etc. gefahren wird wo man das braucht - kommen On-Demand-Angebote auch dafür?). Wie kommen die also auf die 380.000 On-Demand-Fahrzeuge?!
Auf dem Land fährt man auch eher zusammen. Meine Mutter hat z. B. oft meine Oma zum Einkaufen mitgenommen, als sie noch laufen konnte.
Und können die On-Demand-Fahrzeuge auch Anhänger ziehen? Z. B. E-Geräte werden hier nicht vom Sperrmüll oder so mitgenommen. Die gehen auch mal kaputt ohne dass man gleich Ersatz kauft. Oder Rasenschnitt will man nicht ewig rumliegen haben. Im Fahrzeug will man sowas oft auch nicht wg. Dreck, insb. wenn's nicht das eigene Fahrzeug ist und deswegen schnell Probleme geben kann.
Mal abgesehen davon: Dinge die einem selbst nicht gehören, werden oft schlecht behandelt, sodass sie viel schneller kaputtgehen. D.h. Car-Sharing, On-Demand usw. verursacht auch irgendwo Resourcen-Verschwendung.
Nach Vorstellungen des Landes soll den Kommunen die Möglichkeit eingeräumt werden, eine Nahverkehrsabgabe einzuführen. Die Kommunen könnten selbst entscheiden, ob sie alle Einwohner oder nur die Autofahrer zur Kasse bitten wollen. Zwischen zehn und 57 Euro waren bei einem Modellversuch in vier Kommunen als Monatsbeiträge im Gespräch.
Mit anderen Worten: Leistungsloses Einkommen für den ÖPNV, sodass die keinen so starken Anreiz mehr haben, ihn an den Bedürfnissen (potenzieller) Kunden auszurichten.
notting