m4xP0wer schrieb am 10.05.2022 12:57:
Ich finde den Artikel wirklich gut. M.E. fehlt lediglich eine Ergänzung, nämlich dass Gleiches auch für "die andere Seite" gilt.
"Wenn ein sonst Jahre dauerndes Verfahren aufgrund des hohen Zeitdrucks auf Monate verkürzt wird, können in solchen Studien prinzipiell keine Spätfolgen erfasst werden." Richtig; nur wurde meiner Wahrnehmung nach in der Berichterstattung zumindest im Grundtenor überwiegend so getan, als ob die "neuen" Impfstoffe trotz verkürzter Verfahren total sicher seien. Rückblickend scheint sich dies (zumindest momentan) weitestgehend zu bestätigen. Nichtsdestotrotz waren zum damaligen Zeitpunkt Zweifel berechtigt. Regelmäßig wurden jedoch berechtigte Zweifel als rechtsradikale Schwurbeleien o.ä. abgetan.
Ja, aber...
Wenn die öffentliche Diskussion eben von rechtsradikalen Schwurblern mit unberechtigten Zweifeln geflutet wird, lassen sich die wenigen berechtigten Zweifel eben nicht erkennen. (Zumal es die unberechtigten Zweifel sind, die besonders selbstsicher vorgetragen werden)
Ähnliches lässt sich wohl über die Wirksamkeit der Impfung sagen, die in den wöchentlichen Berichten des RKI mindestens seit Omikron ständig nach unten korrigiert wurde.
Ja, und?
Dass ein Impfstoff gegen eine andere Variante überhaupt eine Wirkung hat, ist schon bemerkenswert.
Dass "Wirkung" dann nochmal dreigeteilt ist in Schutz vor Infektion, Erkrankung und Weitergabe macht das natürlich auch nicht einfacher zu bewerten.