Seit es Menschen gibt, sind sie mit Viren in Koevolution und haben sie in ihr eigenes Erbgut integriert (genauso wie wir Bakterien integriert haben, die im Darm eine überaus lebendige Flora ausmachen). Ein Virus ausrotten zu wollen entspricht einen Acker so gründlich mit chemischen Herbiziden/Fungiziden/Insektiziden usw zu behandeln, dass dort kein Mikroorganismus mehr überlebt und die komplexe natürliche Bodenflora zerstört ist. Dass diese Vorgehensweise der menschlichen Gesundheit abträglich ist, ist hinlänglich bekannt.
Wer immer ZeroCovid propagiert, macht sich genau so an der Gesundheit der Menschen schuldig wie derjenige, der maximalen Einsatz von Glyphosat, Nikotinoiden usw fordert. Ein radikaler biologischer Reduktionismus, wie er vor 100 Jahren gang und gäbe war, der aber längst obsolet ist.
Verschärfend kommt hinzu, dass ZeroCovid null Aussichten auf Erfolg hat, während man einen Acker durchaus totspritzen kann.